Flair

1945 inmitten der Nachkriegszeit bemühte sich der ambitionierte Unternehmer Dr. Eugen Beck um einen geeigneten Standort für seine neue Selbstständigkeit. Nach langen, intensiven Bemühungen schaffte er es der Verwaltung der Stadt Oelde sowie den Besatzungsmächten eine alte Luftwaffen-Funkstation auf dem Mackenberg – dem heutigen Flairpark – abzuringen.

Aufgrund des Mangels in jener Zeit beschloss er, zunächst Reifen und Fahrradschläuche zu vulkanisieren sowie Verbundlager aus Kunststoff herzustellen. Ein Jahr nach Produktionsstart machte sich ein Mann aus Rathenow, der Stadt der Optik, auf den Weg nach Oelde und unterbreitete Dr. Eugen Beck ein Angebot, das diesen zunächst überraschte. Der Mann wollte Brillenfassungen aus Metall, Drähten und Hufen von Kühen herstellen. Denn Kuhhufe seien ja Horn, ein bewährtes Material für die Brillenfertigung. Als er nach einigen Tagen aus selbst organisierten Rohstoffen die erste Brille hergestellt hatte, erkannte Dr. Beck die Chance. Er stellte ihn ein und setze von nun an auf Brillenfassungen – made in Germany.